Progression unter Checkpoint-Inhibition: Das kann eine sarkoide Reaktion sein!

Autor: Josef Gulden

Die sorgfältige Abklärung sarkoider Reaktionen, z.B. durch eine Biopsie, ist entscheidend. © iStock/ZeynepOzy

Checkpoint-Inhibitoren sind mit einer neuen Klasse von immunvermittelten Nebenwirkungen assoziiert. Dass sie auch ein Rezidiv der eigentlich verschwundenen Grunderkrankung vortäuschen können, zeigen schwedische Kollegen anhand eines Fallbeispiels.

Die Onkologen vom Sahlgrenska-Universitätsklinikum in Göteborg berichten von einer Patientin, bei der Mitte 2016 im Alter von 57 Jahren wegen eines vor allem viszeral (Lungen, mediastinale und abdominale Lymphknoten, Milz und Subkutan-Gewebe) metastasierten Melanoms eine Therapie mit dem PD1-Inhibitor Pembrolizumab gestartet wurde – mit bemerkenswertem Erfolg: Nach drei Monaten war im Computertomogramm außer leicht vergrößerten mediastinalen Lymphknoten keine Spur der Erkrankung mehr zu finden. Nach sieben Monaten entwickelte sich am Ellbogen eine Hautläsion, die sich in der Biopsie als sarkoide Entzündung entpuppte.

Sarkoide Reaktion statt maligner Zellen

Fünf Monate später, d.h. ein...

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