Prostata-Ca. vom Tisch?

Frage von Dr. Hans-Walther Schmidt,

 

Arzt für Allgemeinmedizin,

 

Wilnsdorf:
Bei meinem 61-jährigen Patienten fiel bei der Vorsorge ein erhöhter PSA-Wert ohne organisches Korrelat auf. Kontrollen des PSA mit zuletzt fallender Tendenz, urologische Vorstellung und Prostatabiopsie ohne pathologischen Befund. Letzte Laborkontrolle: PSA 9,09 ng/ml, freies PSA 2,2 ng/ml. Wie sollte ich bei diesem sonst gesunden Patienten in der Diagnostik weiter vorgehen?

Antwort von Professor Dr. Jens E. Altwein,

Urologische Abteilung,

Krankenhaus Barmherzige Brüder,

München:
Bei einem 61-jährigen gesunden Mann mit einem PSA von 9,09 ng/ml und einem Anteil an freiem PSA von 24,2 % ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Prostatakarzinom vorliegt, mit 30 % zu beziffern.

Eine negative Gewebsprobe, diese wird üblicherweise unter Ultraschallkontrolle als Sextantenbiopsie durchgeführt, schließt ein Prostatakarzinom nicht aus. Es handelt sich nämlich nur um eine Stichprobe. Es ist daher zu empfehlen, dass eine Biopsie mit Entnahme von bis zu zehn Stanzzylindern unter Ultraschallkontrolle sich unmittelbar anschließt. Sollte wiederum keine maligne Erkrankung...

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