Protonenpumpen-Hemmer zur Ulkus-Prophylaxe?

Frage von Dr. Joachim Kröninger,
Arzt für Allgemeinmedizin,
Bad Sachsa:

Klinikärzte in meiner Region empfehlen immer häufiger Pantoprazol (Pantozol®), um unter einer NSAR-Dauermedikation gastroduodenale Schleimhautschäden zu verhindern. Meines Wissens wurde noch in keiner Studie der Nachweis erbracht, dass Protonenpumpen-Inhibitoren in der Primärprophylaxe NSAR-induzierter gastrointestinaler Schleimhautläsionen wirksam sind. Was ist von dieser Prophylaxe zu halten?

Antwort von Professor Dr. Wolfgang Rösch,
Medizinische Klinik,
Krankenhaus Nordwest,
Frankfurt:

Häufig kompliziert verlaufende Ulzera, bevorzugt im Magen auftretend, werden unter der Einnahme nichtsteroidaler Antirheumatika in bis zu 28 % beobachtet - je nachdem, wie man in prospektiv angelegten Studien das Ulkus definiert (z.B. Mukosadefekt > 3 mm Durchmesser). Zugelassen zur Primär- und Sekundärprävention sind das orale Prostaglandin Misoprostol (Cytotec®), das auch in einer Fixkombination mit Diclofenac (Arthotec®, Arthotec® forte) erhältlich ist, sowie der Protonenpumpenhemmer Omeprazol in einer Dosierung von 20 mg. Auch zum Pantoprazol existieren eine als Abstract veröffentlichte Arbeit...

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