Rechenspiel macht Patienten realistisch

Autor: uka

Wenn ein Medikament in Studien gute präventive Wirkung gezeigt hat, wähnen sich viele Patienten damit vollständig z.B. vor Herzinfarkt oder Krebs geschützt. Eine einfache Rechnung zeigt ihnen, was die Arznei wirklich erreicht.

Was tun, wenn ein Patient mit grenzwertigem Hypertonus ein Präparat verordnet bekommen möchte, weil er im Internet erfuhr, dass dieses Mittel in einer Studie das Risiko tödlicher kardiovaskulärer Ereignisse um 54 % verminderte? Rechnen Sie dem Patienten vor, wie die 54 % Risikoreduktion zustande kamen, rät Dr. Ralf Rohde-Kampmann aus Langwedel. Insgesamt kam es pro 1000 Behandlungsjahre unter Plazebo zu 24,5, unter Verum zu 17,2 Ereignissen. Das entspricht einer Reduktion von 30 %. Drei Viertel der Studienteilnehmer ist auch unbehandelt nichts geschehen, aber nahezu jeder Fünfte erlitt trotz Behandlung ein Ereignis.

Von 100 Patienten, die das Medikament zehn Jahre nehmen, tun es 93...

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