Regionale Arzneiabkommen auf Sand gebaut?

Autor: khb

Sind regionale Arznei-Zielvereinbarungen zur Ablösung der Malus-Regelung im Arzneiversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz überhaupt möglich? Die in Nordrhein erstellte „Me-too-Liste“ jedenfalls wackelt. Mindestens acht Hersteller wehren sich gegen die Einstufung ihrer Präparate als überteuerte „Scheininnovationen“. Das Sozialgericht Düsseldorf hat einer ersten Firma einstweiligen Rechtsschutz dagegen gewährt.

Nach dem Beschluss der Richter (Az.: S 8 KR 98/06 ER) hat die KV Nordrhein das Präparat Rifun® erst einmal von der im Internet publizierten „Me-too-Liste“ gestrichen. Der patentgeschützte selektive Protonenpumpenhemmer von Schwarz Pharma wird gegen die Refluxkrankheit eingesetzt. Die KV hofft jetzt, das Hauptsacheverfahren für sich entscheiden zu können. Die Me-too-Liste mit aktuell 92 Arzneimitteln wird von dem Heidelberger Pharmakologen Professor Dr. Ulrich Schwabe betreut. Die KV will damit die in der Arzneimittelvereinbarung mit den Krankenkassen für 2006 enthaltenen Zielvorgaben absichern (siehe Beitrag unten). Obendrein macht die KV den Vertragsärzten dazu Substitutionsvorschläge.

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