Retardiertes Melatonin imitiert Wirkung von endogenem Neurohormon

Autor: Gabriele Blaeser-Kiel

Schlafstörungen jenseits des 55. Lebensjahrs beruhen nicht selten auf einer Desynchronisation der Inneren Uhr. Diesen Patienten ist mehr mit dem Ausgleich des altersbedingten Melatoninmangels gedient als mit der Verordnung eines klassischen Hypnotikums.

Als sogenannte „Innere Uhr“ steuert im Hypothalamus der Nucleus suprachiasmaticus den Schlaf-Wach-Rhythmus. Genetische Determination und externe Zeitgeber sorgen via Ausschüttung des Neurohormons Melatonin für den richtigen Takt in Einklang mit dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.

Neurohormon als Schlafregulator

Mit fortschreitendem Lebensalter verliert jedoch diese Taktung immer mehr an Kraft und das System wird störanfälliger (Abbildung). Haben Insomniepatienten die Fünfzig überschritten, sollte man daher immer einkalkulieren, dass für die Schlafstörungen die Desynchronisation des zirkadianen Rhythmus verantwortlich sein könnte. Denn das hätte Implikationen für die Therapie. Sinnvoll ist in...

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