Rheumatisches Fieber: Erhalten Sie die Klappe!

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Besteht eine Kreuzreaktivität von Antikörpern gegen Streptokokken mit den Glykoproteinen der Herzklappen, werden auch letztere zerstört. © iStock/SomkiatFakmee

Durch eine vermehrte Migration aus Hoch­risiko-Gebieten könnte das rheumatische Fieber in Westeuropa wieder an Bedeutung gewinnen. Mit einer Antibiose lassen sich fortschreitende Herzklappenschäden verhindern. Doch wen sollte man behandeln, ohne eine Übertherapie zu riskieren?

Akutes rheumatisches Fieber (ARF) ist denifiert als immunologisch bedingteFolge­erkrankung pharyngealer Infektionen mit Gruppe-A-Streptokokken (GAS). Betroffen sind vor allem Schulkinder und Jugendliche in Hochendemie-Gebieten (z.B. Afrika südlich der Sahara, Süd-/ Zentralasien), schreiben Dr. Sabine­ Haller von der Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene am Kantonsspital St. Gallen und Kollegen. Während die Prävalenz in Eu­ropa und Nordamerika in den letzten Jahrzehnten deutlich sank, zählt man weltweit jährlich fast eine halbe Million Neuerkrankungen und eine Viertelmillion Todesfälle. 33 Mio. Menschen leiden an einer chronischen rheumatischen Herzerkrankung.

Unter den vielfältigen...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.