Routine-Thorax ist völlig sinnlos

Autor: Md

Was bringt der Routine-Röntgenthorax bei kardiopulmonal asymptomatischen Patienten? Gar nichts, sagen die Kritiker, Routine sei gleichbedeutend mit unnötig. Juristen könnten gar von Körperverletzung durch ionisierende Strahlen sprechen. Studiendaten unterstützen diese negative Einschätzung.

Eine amerikanische Arbeitsgruppe analysierte knapp 4000 Röntgen-Thoraxanforderungen in einer Klinikambulanz der Primärversorgung und stieß in 1282 Fällen (34 %) auf die Begründung „Routine“. Nur auf 15 dieser Röntgenbilder fand sich ein Befund, der weitere Diagnostik notwendig machte. 14 Befunde stellten sich als falsch positiv heraus. Nur bei einem Patienten erwies sich der diagnostische Aufwand als gerechtfertigt, er hatte eine Sarkoidose im Stadium I. Verursachte Kosten durch die „Routine“: 47.000 $, berichtete Dr. Roland C. Bittner vom In-stitut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Helios Klinikum Emil von Behring, Berlin, beim Pneumo-Update.

Auch in Deutschland sieht der...

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