Ruhig gestellt statt adäquat behandelt?

Autor: bös

Defizite in der Versorgung von Demenzkranken in Pflegeheimen hat der Pflegereport der GEK aufgedeckt. Mit zunehmendem Pflegegrad nimmt die Verordnung von Antidementiva ab und die von ruhig stellenden Psycholeptika massiv zu. Auch den geforderten quartalsweisen Kontakt mit einem Neurologen/Psychiater haben nur wenige Patienten.

„Inhumane Tendenzen“ glaubt der Wuppertaler Geriater Professor Dr. Ingo Füsgen darin zu erkennen. Den Heimbewohnern würden Medikamente vorenthalten, von denen eindeutig belegt sei, dass sie „auch im fortgeschrittenen Stadium den Verlauf der Demenz entscheidend verbessern können“.

Die Gmünder ErsatzKasse (GEK) hat im November 2008 einen umfassenden Pflegereport veröffentlicht. Bremer Sozialwissenschaftler unter Leitung von Professor Dr. Heinz Rothgang hatten Statistiken und Routinedaten von rund 2,5 Millionen GEK-Versicherten ausgewertet, um Pflegeverläufe und -bedürftigkeit zu analysieren. Schwerpunktthema war die medizinische Versorgung in den Heimen. Die Ergebnisse zeigen, dass zwei von...

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