Schwanger und infiziert mit HIV

Autor: Manuela Arand (Ärztin)

Ist eine HIV-Infektion ein Grund zum Schwangerschaftsabbruch? Nicht zwangsläufig. Während in Deutschland noch Anfang der 90er-Jahre von acht Babys HIV-infizierter Frauen eines infiziert zur Welt kam – also auch damals die meisten ohne das Virus im Blut geboren wurden –, liegt das Risiko einer Übertragung heute bei unter zwei Prozent.

Und immer wieder kommt es vor, dass Frauen erst bei der Schwangerschaftsvorsorge erfahren, dass sie HIV-infiziert sind. „Das ist eine extrem belastende Situation – die Frau muss mit der HIV-Diagnose fertig werden, macht sich Sorgen um ihr Kind und gleichzeitig muss man innerhalb kürzester Zeit aktiv werden“, sagt Dr. Annette Haberl vom HIV-Center der Universität Frankfurt am Main.Eine Sorge immerhin kann man den Frauen nehmen: dass ihr Kind innerhalb weniger Jahre als mutterlose Aids-Waise aufwachsen wird. Denn die modernen Behandlungsmethoden haben die HIV-Infektion zu einer chronischen Krankheit gemacht, mit der man 30 Jahre und länger leben kann.

Therapie nur bei Bedarf

Ob die werdende...

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