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COPD Sechs-Minuten-Gehtest besser unbegleitet laufen lassen

Autor: Birgit Maronde

Mit „Begleitschutz“ schafften die COPD-Patienten beim Sechs-Minuten-Gehtest im Mittel 9,1 m weniger als ohne. (Agenturfoto) Mit „Begleitschutz“ schafften die COPD-Patienten beim Sechs-Minuten-Gehtest im Mittel 9,1 m weniger als ohne. (Agenturfoto) © iStock/selimaksan
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Beim Sechs-Minuten-Gehtest kann es einen Unterschied machen, ob ein COPD-Patient allein oder in Begleitung läuft. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie aus der Schweiz hin.

Darin absolvierten 49 Patienten einer Reha-Klinik mit einer COPD der GOLD-Stadien II–IV jeweils zwei Sechs-Minuten-Gehtests in einem 30 m langen Flur. Nach dem Zufallsprinzip erfolgte der Test das eine Mal unbegleitet, das andere Mal mit medizinischem Personal im Rücken. Zwischen ihren beiden „Märschen“ hatten die Teilnehmer 30 Minuten Pause, um Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz wieder auf das Prä-Test-Niveau zu bringen.

Mit „Begleitschutz“ schafften die Patienten im Mittel 9,1 m weniger als ohne, berichten der Physiotherapeut Thomas Riegler vom Berner Reha Zentrum in Heiligenschwendi und seine Kollegen. Für klinisch relevant halten sie diesen für die Gesamtgruppe ermittelten Unterschied allerdings nicht.

Relevanter Unterschied bei einzelnen Patienten

Im Einzelfall könne es aber doch sinnvoll sein, den Patienten für den Sechs-Minuten-Gehtest allein über den Flur zu schicken. Immerhin fünf der Schweizer Patienten schafften dadurch ≥ 30 m mehr.

Quelle: Riegler TF et al. ERJ Open Res 2021; DOI: 10.1183/23120541.00921-2020

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