Senfumschläge und Sommerhitze können harmlose Hauteinblutungen bewirken

Autor: Dr. Sascha Bock

Der Spatel hilft bei der Differenzialdiagnose: Eine verstärkte Durchblutung der Haut ließe sich wegdrücken, Einblutungen hingegen nicht (links). Hydrostatisch bedingt bevorzugt der Morbus Schamberg die Unterschenkel. Die Hautveränderungen variieren in ihrer Ausprägung über Jahre hinweg (rechts). © Prof. Dietrich Abeck

90 % aller Hautprobleme kann ein Allgemeinarzt lösen, so die Erfahrung eines Kollegen aus der Dermatologie. Dazu zählt auch das Auftreten einer einfachen Purpura. Therpeutisch genügt es, besorgte Patienten zu beruhigen.

Ein 70-jähriger Patient stellt sich mit einer scharf begrenzten Rötung auf dem rechten Fußrücken in der Praxis vor (s. Abb. 1). Aufgrund eines Juckreizes an eben dieser Stelle hat er tags zuvor zu einem Hausmittel gegriffen und einen Senfwickel gemacht, diesen aber fälschlicherweise über Nacht auf dem Vorfuß belassen. Über die nun entstandene Rötung zeigt er sich besorgt, subjektive Beschwerden bestehen nicht.

Wie geht es nun diagnostisch weiter? Professor Dr. Dietrich Abeck, niedergelassener Dermatologe in München, setzt auf Glas- bzw. Plas­tikspatel und auf die Palpation. Bei dem Mann lässt sich kein Infiltrat tasten, die Rötung bleibt unter Druck mit dem Spatel bestehen. Alles Befunde,...

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