Sepsis durch Meningokokken maskiert sich gern als Darmgrippe

Autor: Dr. Dorothea Ranft, Foto: thinkstock

Es muss nicht immer Kopfschmerz, Lichtscheu und steifer Nacken sein – eine Meningokokken-Sepsis kann sich tückisch maskieren. Sie beginnt oft eher wie ein Magen-Darm-Infekt und selbst auf Petechien ist kein Verlass.

Ein dunkelhäutiger 16-jähriger Junge klagt nachmittags über Übelkeit, Durchfälle und rezidivierendes Erbrechen. Weil sich die Symptome nicht bessern, landet er schließlich nachts um 4 Uhr in der Klinik. Dort vermuten die Ärzte zunächst einen Magen-Darm-Infekt und behandeln entsprechend.

Nach kurzfristiger Besserung erbricht der Junge erneut, aspiriert und muss reanimiert werden. Trotz intensiver Bemühungen verstirbt er gegen 7.40 Uhr, schildern Barbara Fliss und ihre Kollegin vom Rechtsmedizinischen Institut der Universität Zürich die tragische Kasuistik im „Schweizerischen Medizinischen Forum“.

Meningokokken wurden erst bei der Obduktion nachgewiesen

Die Ursache des fulminanten...

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