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Singen und tanzen gegen COPD

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Mit Gesang zu mehr Luft? Mit Gesang zu mehr Luft? © iStock/Goodboy Picture Company
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Es scheint eine gute Idee zu sein, chronisch Lungenkranken das Chorsingen oder – belastungsangepasst – das Tanzbeinschwingen zu empfehlen.

Musik kann die körperliche Leistungsfähigkeit beim Trainieren erhöhen. Davon profitieren auch Lungenkranke. So konnte für COPD-Patienten u.a. gezeigt werden, dass sie während des Trainings weniger unter Dyspnoe leiden, wenn dieses von Musik begleitet wird, berichten Pneumologen aus London. Selbst Musik zu machen, bringt den Patienten ebenfalls Vorteile. „Singing for Lung Health“ ist zum Beispiel ein speziell für chronisch Lungenkranke entwickeltes britisches Gruppenprogramm, bei dem die Teilnehmer mit ausgesuchten Chorliedern Atemkontrolle, Entspannung und Wohlbefinden verbessern.

Die meisten Studien zum positiven Einfluss des Singens auf krankheitsspezifische Parameter und Lebensqualität liegen für COPD-Patienten vor, weniger gut untersucht ist bisher der Einfluss bei Asthma und zystischer Fibrose. Limitiert, wenngleich ebenfalls ermutigend, ist die Studienlage zum Einsatz von Holz- und Blechblasinstrumenten bis hin zum Didgeridoo.

Bei den Empfehlungen zu mehr körperlicher Bewegung sollte das Tanzen nicht vergessen werden – vor allem für Patienten, die den bisherigen klassischen Sportangeboten zur pulmonalen Reha nicht viel abgewinnen können. Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse zur Effektivität von Tanzen bei diversen Erkrankungen zeigt gute Resultate, spezielle Studien zum Einsatz bei chronisch Lungenkranken sind aber noch nicht publiziert.

Quelle: Philip K et al. Breathe 2019; 15: 116-120; DOI: 10.1183/20734735.0007-2019

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