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Medizin und Markt Autor: Mit freundlicher Unterstützung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

© BraunS/gettyimages
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Eine Grippe kann äußerst unangenehm werden. Zu den akuten Symptomen gehören plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten, Glieder- und Kopfschmerzen. Sie kann darüber hinaus schwerwiegende Folgen verursachen: Selbst bei gesunden Erwachsenen erhöht die Grippe Studien zufolge das Risiko für Herzinfarkte um das bis zu Zehnfache, das Schlaganfallrisiko um mehr als das Achtfache.

Vor diesen Gefahren kann eine Grippeimpfung ebenso schützen wie vor weiteren möglichen Komplikationen, darunter Krankenhausaufenthalte und eine längerfristige Einschränkung der Lebensqualität. Sie wird deshalb von der Ständigen Impfkommission (STIKO) besonders für Menschen ab 60 Jahren empfohlen. „Ältere Menschen haben häufig bereits Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, erklärt Dr. Andreas H. Leischker, M.A., Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie, und Lehrbeauftragter für Medizin des Alterns an der Philipps-Universität Marburg. „Zudem arbeitet ihre Immunabwehr altersbedingt schwächer. Daher tragen sie ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Grippe als jüngere Menschen. Ihr Körper benötigt länger, um sich zu erholen. Auch Komplikationen wie eine Lungenentzündung sind möglich.“ Die Kosten für die Grippeimpfung tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Auch bei Grunderkrankungen ist die Grippeimpfung besonders wichtig

Menschen jeden Alters, die mit einer Grunderkrankung wie Asthma, Herz-Kreislauf- oder Patienten mit Diabetes leben, profitieren ebenso besonders von einer Grippeimpfung, denn ihre Grunderkrankung kann sich durch eine Grippe verschlimmern. Die Impfung kann so mögliche schwere Folgen verhindern. Deshalb empfiehlt die STIKO die Grippeimpfung unter anderem bei chronischen Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nieren-Krankheiten, Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten, neurologischen Erkrankungen sowie Immunschwäche.

Möglicherweise schwere Grippewelle erwartet

Fachleute erwarten in dieser Grippesaison einen starken Anstieg der Grippeinfektionen. Ein Grund dafür ist, dass viele Maßnahmen zum Schutz vor Corona gelockert oder abgeschafft wurden, zum Beispiel die Maskenpflicht, Kontakt- und Reisebeschränkungen sowie Mindestabstände. Diese Hygieneregeln schützten aber auch vor Ansteckung mit anderen Krankheitserregern, darunter Grippeviren. Australien, wo der Winter im Juni begann, hat nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen bereits eine schwere Grippewelle erlebt: ein mögliches Vorzeichen auf die hiesige kalte Jahreszeit? Unter anderem aufgrund der Corona-Regeln kamen die meisten Menschen in den vergangenen zwei Jahren kaum mit Grippeviren in Kontakt. Die Grippewellen verliefen zuletzt sehr mild. Dadurch ist das Immunsystem nicht ausreichend auf die Abwehr der Grippeviren vorbereitet und der Gemeinschaftsschutz ist gering.

Schutz vor Corona und Grippe: Zwei Impfungen an einem Termin möglich

Sich gegen Grippe impfen zu lassen, ist aktuell besonders wichtig, denn es besteht das Risiko, sich gleichzeitig mit COVID-19 und der Grippe anzustecken. Vor beiden schweren Erkrankungen schützen Impfungen; die Grippeimpfung kann gleichzeitig mit einer (Auffrisch-)Impfung gegen Corona erfolgen.

Wer geimpft ist, schützt sich und andere

Die STIKO rät neben älteren Menschen und Personen mit Grunderkrankungen weiteren Gruppen zur Grippeimpfung. Dazu zählen:

  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester (bei Vorerkrankungen ab dem ersten Trimester)
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • Personen, die beruflich viel Kontakt zu anderen und daher ein erhöhtes Infektionsrisiko haben
  • Menschen mit engem Kontakt zu Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben – zum Beispiel pflegende Angehörige oder Pflegefachkräfte

Man reduziert mit der eigenen Impfung ebenso das Risiko, Personen aus dem persönlichen Umfeld mit der Grippe anzustecken, beispielsweise ältere Familienangehörige, die schwangere Freundin oder den Kollegen mit einer Grunderkrankung. Mit einer Grippeimpfung schützt man also nicht nur sich selbst, sondern auch andere vor einer schweren Erkrankung und ihren möglichen Folgen. Man trägt außerdem dazu bei, die Ausbreitung von Grippeviren einzuschränken.

Der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung

„Idealer Impfzeitraum ist Oktober bis Mitte Dezember“, sagt Dr. Leischker. „Meist steigen die Infektionszahlen erst nach dem Jahreswechsel stark an. Daher ist auch jede spätere Impfung, im Januar und bis ins Frühjahr hinein, noch wichtig und sinnvoll.“ Nach dem Impftermin braucht das Immunsystem etwa 14 Tage, bis der Grippeschutz vollständig aufgebaut ist. Eine Grippeimpfung muss jährlich erneuert werden, da Grippeviren sich ständig verändern. Der Grippeschutz aus der vergangenen Grippesaison ist daher nicht mehr ausreichend. Der Impfexperte rät: „Am besten lässt man sich in der Arztpraxis oder Apotheke beraten, welche Grippeimpfung die STIKO im individuellen Fall empfiehlt.“

Weitere Informationen finden Sie hier

MAT-DE-2204177-1.0-09/2022