Stalker: Kein Fall für die Psychiatrie?

Autor: Manuela Arand, Foto: thinkstock

Die Mehrzahl der Stalker ist nicht psychisch krank. Es geht deshalb primär nicht darum, den Täter zu therapieren, sondern das Opfer zu schützen.

Höchsten 5 bis 10 % der Stalker sind an einer Psychose bzw. wahnhaften Störung erkrankt. Die weitaus größere Tätergruppe erscheint „nur“ im Rahmen des Stalkings kognitiv und affektiv eingeschränkt, sagte Professor Dr. Harald Dreßing vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim auf dem Kongress der DGPPN*. Je enger die Beziehung zwischen Täter und Opfer, desto unwahrscheinlicher ist eine psychische Erkrankung des Stalkers.


Stalker seien in der Regel ein Fall für die Strafverfolgung und nicht für den Psychiater – auch wenn Gerichte gerne eine Therapie anordneten, die es zumindest evidenzbasiert aber gar nicht gebe, kritisierte der Kollege.

Verhaltenssprünge sind Warnsignale beim...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.