Studenten verehren den „Bodyteacher“

Autor: Dr. Carola Gessner

Anatomiekurs im Präpsaal, links von der Leiche die Studenten, rechts Ehefrau und Tochter des Toten. Gesänge erklingen, alle verbeugen sich. Am Tsu Chi College of Medicine werden Körperspender besonders geehrt. Und die Ärzte in spe verlieren viele Berührungsängste.

 

Den eigenen Körper zur Verfügung stellen, damit Studenten ihn zerfleddern und dazu noch dumme Sprüche klopfen, um eigene Ängste zu überspielen? Nein danke. Angesichts solcher Szenarien überkommt einen nur das Gruseln. Am Tzu Chi College of Medicine in Hualien, Taiwan, läuft es anders. Hier kann von pietätlosem Umgang mit Anatomieleichen nicht die Rede sein. Die Studenten haben ihre „silent body teachers“ gut kennengelernt, bevor sie den ersten Schnitt wagen, und sie zollen ihren Toten größten Respekt.

Lebendige Beziehungen zur Familie des Toten

Verstorbene werden als Lehrer angesehen, die es angehenden Ärzten ermöglichen, später der Gesellschaft gut zu dienen. Dies motiviert Menschen, diese...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.