Teures Placebo wirkt besser

Autor: Dr. Anja Braunwarth; Foto:

Der Effekt einer Parkinsontherapie hängt wesentlich davon ab, was der Patient davon erwartet. Ein vermeintlich teures Medikament wirkt besser als ein billiges, auch wenn es sich „nur“ um Placebo handelt.

Vom Placeboeffekt ist bekannt, dass er die Freisetzung von Dopamin fördert. Amerikanische Wissenschaft
ler wollten nun wissen, ob bei Parkinsonpatienten die vermeintlichen Kos­ten eines Medikaments diesen Effekt verstärken können. Dafür spritzten sie ihnen im Abstand von vier Stunden zwei angeblich gleichwertige neue 
Dopaminagonisten. Der eine sollte 100 Dollar, der andere 1500 Dollar wert sein. In Wahrheit handelte es sich beide Male um Kochsalzlösung.

Beide Injektionen verbesserten die motorischen Funktionen, doch um 28 % stärker, wenn die Patienten zuerst das „teure“ Medikament bekamen. In einem Test kletterte der Parkinsonscore UPDRS* nach der ersten „wertvollen“ Spritze um sieben...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.