Triggert Methylphenidat den Parkinson?

Frage von Dr. Helmut Kapp,

 

Facharzt für Allgemeinmedizin,

 

Oberndorf:
Im "Spiegel" wurde spekuliert, Ritalin®-Gebrauch beim Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom könne zu einem frühzeitigen Auftreten von Parkinson-Beschwerden führen. Liegen ernst zu nehmende Forschungsarbeiten zum Risiko extrapyramidaler Störungen bei derartig behandelten ADHS-Kindern vor?

Antwort von Professor Dr. Dr. Martin Schmidt,

Klinik für Psychiatrie und

Psychotherapie des Kindes- und

Jugendalters, Zentralinstitut für Seelische
Gesundheit, Mannheim:

Die Spekulation über verfrühtes Eintreten von Morbus Parkinson bei mit Ritalin® behandelten hyperkinetischen Kindern geht von Tierexperimenten an jungen Ratten aus, denen Methylphenidat in relativ hoher Dosierung für die Dauer von zwei Wochen verabreicht wurde. Die Tiere zeigten eine dauerhafte Verringerung der Dichte der Dopamin-Transporter im Striatum. Der Mechanismus dieses Effekts, der über die übliche Blockierung der Dopamin-Wiederaufnahme im synaptischen Spalt hinausgeht, ist unklar.

Bekannt ist, dass bei einem...

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