Trotz hoher Tumormarker Entwarnung geben?

Frage von Dr. Marlen Weindel,

 

Praxis Dr. Vogel,

 

Allgemeinmedizin,

 

Ulm:
Bei meiner 63-jährigen Patientin wurde 1993 ein Mammakarzinom entfernt. Sie erhielt Tamoxifen, adjuvante Chemotherapie und Bestrahlung. Vor zwei Jahren ließ sich erstmals eine Erhöhung der Tumormarker CA 15-3 und CEA nachweisen. Im Oktober 2001 erreichten die Werte 929,5 U/ml bzw. 125,7 ng/ml. Keine der zahlreich durchgeführten Untersuchungen ergab einen pathologischen Befund. Kann ich die Patientin eventuell beruhigen?

Antwort von Professor Dr. Rolf Lamerz,

Medizinische Klinik und Poliklinik II x96 Großhadern,
Klinikum der LMU München:

Wegen ihrer mangelnden Sensitivität und Spezifität sind Tumormarker nicht als alleinige Screening-Parameter geeignet. Nur sehr selten werden sie als wichtiger Screening-Bestandteil diskutiert, wie z.B. das PSA beim Prostatakarzinom-Screening und das CA 125 beim Ovarialkarzinom-Screening, das zur Zeit in Großbritannien im Rahmen einer großen Studie getestet wird. Einige Marker gelten als Prognosefaktoren bei der Diagnose und vor der Therapie. Häufiger werden sie jedoch als Kontrollparameter vor, während und nach der Tumortherapie eingesetzt, um die Therapie-Response zu...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.