Trotz vermuteter Krebsgefahr weiter HCT verordnen?

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Zusätzlich zur Therapie könnte ein jährliches Hautkrebsscreening eingeführt werden. © iStock/Wavebreakmedia

Nachdem Hydro­chlorothiazid in den Verdacht geraten ist, weißen Hautkrebs auszulösen, wird fleißig auf andere Diuretika umgestellt. Aber keiner weiß, ob bei einigen nicht der Teufel mit dem Beelzebub aus­getrieben wird.

Eine im April 2018 veröffentlichte Kohortenstudie aus Dänemark hat Unruhe in die antihypertensive Therapie gebracht. Der Studie zufolge ist die Einnahme von Hydrochlorothiazid (HCT) mit einer erhöhten Inzidenz von Spinaliomen und Basaliomen assoziiert – ein Ergebnis, das sich mit einer ebenfalls 2018 veröffentlichten Metaanalyse von zehn Beobachtungsstudien deckt.

Im Oktober 2018 gaben BfArM und Hersteller einen Rote-Hand-Brief heraus, der die aktuelle Studienlage beschrieb. In der Folge stellten viele ihre Patienten auf Ersatzpräparate wie Chlorthalidon und Indapamid um. Prompt kam es zu erheblichen Lieferengpässen, die weiterhin anhalten. Das gefährdet die Patienten, die aufgrund von...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.