Valproinsäure nicht für Schwangere

Autor: ixabay rft

Schwangere mit Epilepsie sollten möglichst nicht mit Valproinsäure behandelt werden. © Pixabay

Schwangere mit Epilepsie sollten möglichst nicht mit Valproinsäure behandelt werden. Denn diese Substanz erhöht das Fehlbildungsrisiko im ersten Trimenon deutlich, wie eine Arbeitsgruppe des europäischen Kontrollprogramms für kongenitale Fehlbildungen herausfand.

Fast 100 000 Malformationen aus den Jahren 1995 bis 2005 gingen in ihre Analyse ein.
Unter der Einnahme von Valproinsäure stieg das relative Risiko für Spina bifida um den Faktor 12,7, Vorhofseptumdefekte waren mehr als verdoppelt (RR 2,5), Gaumenspalten und Hypospadien etwa verfünffacht (RR 5,2 bzw. 4,8). Auch Polydaktylie (RR 2,2) und Kraniosynostosen (RR 6,8) traten häufiger auf. Die Absolutrisiken sind dennoch gering: Nur 0,5 % der Kinder von Valproinsäure-Patientinnen haben eine Spina bifida.

Janneke Jentink et al., N Engl J Med 2010; 362: 2185–2193

 

 

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