Viele Medikamente schaden den Muskeln

Autor: Dr. Andrea Wülker, Foto: fotolia, denisismagilov

Mit arzneimittelinduzierten Myopathien werden Sie häufig konfrontiert. Als Auslöser kommen viele verschiedene Medikamente wie Lipidsenker, Glukokortikoide oder Antibiotika infrage.

Das HAART-Paradox

Häufig werden NRTI/NtRTI und Protease­inhibitoren als Dreierkombi im Rahmen einer hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) eingesetzt. Interessanterweise treten Muskelkomplikationen unter einer HAART deutlich seltener auf als unter weniger aggressiver Therapie – wahrscheinlich weil die einzelnen Medikamente niedriger dosiert werden.

Statine zählen weltweit zu den am häufigsten verordneten Medikamenten und insgesamt besitzen sie ein günstiges Nutzen-Risiko-Profil. Allerdings verursachen sie nicht selten arzneimittelinduzierte Myopathien: Bei bis zu 25 % der Statinanwender kommt es zur blanden Erhöhung der Kreatinkinase (CK) mit oder ohne Muskelschmerzen. Doch können...

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