Warum Placebos erstaunlich oft wie echte Medikamente wirken

Autor: Dr. Karin Meißner

Statt an der kranken Stelle anzugreifen, helfen Placebos über den Umweg des Gehirns. Sieben Fragen zum Placeboeffekt beantwortet Dr. Karin Meißner vom Institut für Medizinische Psychologie.

Frau Dr. Meißner, was ist eigentlich ein Placebo?

Dr. Meißner: Das Wort „Placebo“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet „ich werde gefallen“. Heute versteht man unter einem Placebo ein Medikament, das aus einer harmlosen Substanz besteht, aber aussehen soll wie eine echte Tablette oder Spritze. Man setzt sie in Studien ein, um die Wirkung eines Medikaments zu testen. Aber seit einigen Jahren gibt es eine richtige Placeboforschung, denn man merkt mit Erstaunen, dass Placebos fast wie echte Medikamente wirken. Mal mehr, mal weniger stark.

Weshalb wirken sie wie echte Medikamente?

Dr. Meißner: Weil sie auch einen „Wirkstoff“ besitzen, nämlich den Wirkstoff Information. Der Patient nimmt das...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.