Was Apotheker gegen Erblinden verordnen

Autor: MW

In 60 deutschen Apotheken fanden vorgetäuschte Beratungsgespräche statt: Ein „scheinbarer Laie" legte einen handgeschriebenen Zettel mit der Diagnose Makuladegeneration vor und fragte, was das beste Medikament für einen betroffenen Angehörigen sei. Viele Apotheker beschränkten sich auf das Empfehlen von Nahrungsergänzungsmitteln.

 

 

Ausgangssituation für den bundesweiten Apotheker-Test unter der Leitung von Dr. Focke Ziemssen von der Universitäts-Augenklinik Tübingen war die AREDS-Studie (siehe Kasten), die erstmalig auf einen möglichen positiven Effekt von hochdosierten Vitaminen und Spurenelementen hingewiesen hat. Auch wenn die Ergebnisse dieser Studie selbst bei fortgeschrittenen Formen nur einen Nutzen für jeden 17. Patienten zeigen – einige Apotheker meinen es offenbar besser zu wissen. 60 % empfahlen luteinhaltige Nahrungsergänzungsmittel mit Folgekosten von bis zu 1500 . Keines davon entsprach der in der AREDS-Studie untersuchten Dosierung.

1500 Euro für nutzlose Nahrungsergänzung
Weitere Ergebnisse des...

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