Wenn IgG4-Antikörper in die Gänge kommen

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Immunglobulin-assoziierte Cholangitis trifft vor allem ältere Männer © fotolia/YakobchukOlena

Immunglobuline vom Subtyp G4 können eine chronische Entzündung der Gallengänge und weiterer Strukturen auslösen. Während die Abgrenzung zur primär sklerosierenden Cholangitis sowie zum Chol­angiokarzinom nicht ganz einfach ist, gibt es für die Betroffenen auch eine gute Nachricht: Die meisten sprechen auf Steroide an.

Meist manifestiert sich die IgG4-assoziierte Cholangitis (IAC) mit Verschlussikterus, Gewichtsabnahme und abdominellen Beschwerden. Der typische IAC-Patient ist über 60 Jahre alt, Männer trifft die chronisch-entzündliche, fibrosierende Erkrankung der Gallenwege achtmal häufiger als Frauen. Auch Umweltfaktoren scheinen eine Rolle zu spielen: In Kohorten fiel eine vermehrte berufliche Exposition gegenüber Lösungsmitteln, Industriestaub und -ölen sowie Pestiziden auf, heißt es in der aktuellen S2k-Leitlinie „Autoimmune Lebererkrankungen“, die unter Federführung der DGVS* entstand.

Nicht allein auf den IgG4-Titer verlassen

In 50–80 % der Fälle tritt die IAC in Kombination mit der ebenfalls...

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