Wenn Kaufen zur Sucht wird

Autor: Dr. Vera Seifert

Über 5000 Paar Schuhe soll Imelda Marcos, die Gattin des philippinischen Exdiktators, besessen haben - ein besonders eindrucksvolles Beispiel von Kaufsucht. Doch nicht immer konzentrieren sich die Betroffenen auf bestimmte Produkte. Viel wichtiger als das Konsumgut selbst ist der Akt des Kaufens, der diesen Menschen das ersehnte Hochgefühl vermittelt.

"An Sonderangeboten kann ich einfach nicht vorbeigehen" oder "Wenn ich mir schöne Dinge kaufe, ist das wie ein Rausch" - so und ähnlich schildern Kaufsüchtige ihr Verhalten. Mit Lust am Konsum, die ja normal und gesellschaftlich akzeptiert ist, hat Kaufsucht nichts zu tun. Wer sich etwas Schönes gönnt, als Belohnung oder um Frust abzubauen, kann sich anschließend am Neuerwerb auch erfreuen. Für den Kaufsüchtigen dagegen sorgt nur der Prozess des Kaufens für ein Hochgefühl, danach verliert das Objekt der Begierde schnell seinen Reiz. Oft stapeln sich dann die Waren unbenutzt und noch originalverpackt in der Wohnung.

Etwa jeder hundertste Deutsche ist aktuellen Schätzungen zufolge...

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