Wie argumentiere ich beim Regreß?

Frage von Dr. Joachim Maute, Internist, Berlin:
Ich soll bei den Heilmitteln gekürzt werden. Zwar liege ich hier deutlich über Fachgruppenschnitt, bei den Arzneimitteln jedoch darunter. Das müßte doch eine sog. kompensatorische Einsparung sein. Außerdem sind meine Heilmittelverordnungen begründet. Ich habe krankengymnastische Übungsbehandlungen bei Insult, Querschnittslähmung, schwerer Polyarthritis mit Basistherapie sowie Kombinationen der genannten Leiden, TEP Knie und Hüfte, hochgradiger LWS-Degeneration mit Spinalkanalstenose und Querschnittslähmung bzw. bei Rollstuhlfahrern sowie Karzinompatienten verordnet.

Darf ich Sie bitte, mir die Vorgehensweise aufzuzeigen, um auf der einen Seite nicht die von mir verordneten Heilmittel selbst bezahlen zu müssen, auf der anderen Seite nicht die stets begründeten und mit den Krankengymnasten durchgesprochenen Behandlungsplan zu gefährden.

Antwort von Gustav-Adolf Hahn, Fachanwalt für Sozialrecht, Hamburg:
Der Arzt sieht zu Recht Kompensationsmöglichkeiten, jedoch muß der Anfragende auch darauf hingewiesen werden, daß Einsparungen in bestimmten Bereichen kein Freibrief dafür sind, in anderen Bereichen unwirtschaftlich zu verordnen. Eine Kompensationsmöglichkeit ist stets nur dann gegeben, wenn ein kausaler Zusammenhang zwischen Einsparungen auf der einen und Überschreitungen auf der anderen Seite glaubhaft dargetan werden kann. Ein Zusammenhang zwischen geringen Arzneimittelverordnungen und vermehrten Heilmittelverordnungen ist zwar denkbar, muß aber dargelegt und mindestens anhand von beispielhaften Fällen erläutert und damit...

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