Antibiotikaresistenzen nehmen in Deutschland zu

Gesundheitspolitik Autor: Saskia Göthel

Es braucht mehr als eine nationale Strategie, um den Resistenzen bei Antibiotika entgegenzuwirken. © Photographee.eu – stock.adobe.com

Die Bundesregierung hat sich zur Entwicklung verschiedener Antibiotikaresistenzen geäußert.

Auf Anfrage der FDP-Fraktion gab die Bundesregierung bekannt, dass das Vorkommen von Antibiotikaresistenzen bei vielen Bakterien in den letzten Jahren signifikant gestiegen ist. Dem entgegen stehe ein rückläufiger Trend für Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA).

Nach einer Studie des Zentralinstituts der KBV und KVen ist seit 2010 die Menge an Antibiotikaverordnungen um 21 % zurückgegangen, bei Kindern im Alter von bis zu einem Jahr sogar um 50 %. Nationale Antibiotikastrategien reichen laut Bundesregierung jedoch nicht aus. Die konsequente Umsetzung des globalen WHO-Aktionsplans sei von zentraler Bedeutung.

Medical-Tribune-Bericht