AOK: mit Rabattverträgen 1,6 Mrd. Euro im Jahr gespart

Gesundheitspolitik Autor: Michael Reischmann

AOK freut sich über Ausgabenbremse. © Fotolia/Robert Kneschke

„Arzneimittelrabattverträge sind Marktwirtschaft vom Feinsten und das erfolgreichste Instrument zur Ausgabensteuerung“, meint Dr. Christopher Hermann, AOK-Chef in Baden-Württemberg und Verhandlungsführer für die bundesweiten AOK-Rabattverträge.

„Die AOKs konnten 2017 durch solche Verträge mit pharmazeutischen Unternehmen über 1,6 Milliarden Euro einsparen“, verkündet Dr. Hermann zum Start der inzwischen 19. Vertragstranche. Die AOK-Ausgaben für Medikamente seien 2017 lediglich um 0,9 % je Versichertem gestiegen – der GKV-Durchschnitt liege dagegen bei 2,8 %.

Die vom 1. April 2018 bis zum 30. März 2020 vereinbarte 19. Vertragstranche für 118 generische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen beinhaltet neben den Produkten der auslaufenden Tranchen 15 und 16 zehn Generika, die erstmals ausgeschrieben wurden. Darunter befinden sich Präparate gegen Bluthochdruck, zur Behandlung von HIV-Infektionen, zur Vorbeugung von Nebenwirkungen einer Chemotherapie und zur medikamentösen Therapie bei Depressionen. Partner der AOKs sind 49 Pharmaunternehmen und Bietergemeinschaften.

Die jetzt laufenden AOK-Verträge für 282 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen decken zwei Drittel des Generikamarktes mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von rund 5,2 Mrd. Euro ab.