Gesamtvergütung 2013: bis zu 4,5 % mehr Geld

Gesundheitspolitik Autor: Michael Reischmann

Berlin meldet + 3,5 %, Baden-Württemberg + 4,5 %. Die Honorarzuwächse, die die ersten KVen mit den Kassen auf Landesebene für 2013 vereinbart haben, liegen deutlich über den 0,9 % für den Orientierungswert, die die Ärzte so aufgeregt hatten.

In Berlin sieht der Honorarvertrag 2013 ein 33,5 Mio. Euro höheres Volumen vor. Das entspricht einer Zunahme um etwa 3,5 %, teilten KV und Kassenverbände Mitte Dezember gemeinsam und zufrieden mit. Die Eckpunkte lauten: 3,5363 Cent Orientierungspunktwert, Herausnahme der Psychotherapie, Stärkung der haus- und fachärztlichen Grundversorgung gemäß den Bundesvorgaben, 6 Mio. Euro für besonders förderungswürdige Leistungen, Erhöhung der Wegegebühren um 2 % für Hausbesuche, Neukalkulation des Versorgungsbedarfs.

Höhere Fallwerte im Selektivvertrag 

Dass der Vorstand der KV Baden-Württemberg mit den Kassen ein um ca. 4,5 % höheres Honorarvolumen vereinbaren konnte, freut den Hausärzteverband. Dennoch bestehe auch 2013 zwischen Kollektiv- und Selektivvertrag eine Fallwertdifferenz von mindestens 30 %, schreiben die Vorsitzenden Dr. Berthold Dietsche und Dr. Frank-Dieter Braun den Verbandsmitgliedern.

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