Hitliste der Chefgehälter

Gesundheitspolitik Autor: Michael Reischmann

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Jahresbezüge zwischen 100 000 und 300 000 Euro sind für einen Vorstandsposten bei gesetzlichen Krankenkassen oder der Körperschaft KV üblich. Das zeigen die aktuellen Meldungen für 2012.

Jedes Jahr im März publizieren KVen und Kassen – wie gesetzlich verlangt – 
die im Vorjahr an ihre Vorstände gezahlten Jahresbezüge sowie Angaben zu wesentlichen Versorgungsregelungen. Wer sich das im Detail ansehen möchte, kann dies auf der Homepage des vom Bundesjustiz­ministerium herausgegebenen „Bundesanzeigers“ tun. Hier in der Suche „Vorstandsvergütung“ eingeben.

Wer verdient wieviel?

Grob lässt sich sagen: Jahresbezüge ab 300 000 Euro werden für Vorständler bei KBV und KZBV gezahlt (KBV-Chef Dr. Andreas Köhler reduzierte sein Gehalt nach Intervention durchs BMG Mitte 2012 von 350 000 auf 320 000 Euro). In der Gehaltsliga zwischen 200 000 und 250 000 Euro spielen Vorstandsmitglieder großer Ersatzkassen und AOKen.


So weist z.B. die größte Krankenkasse, die Barmer GEK, für ihren Vorstandschef, den Arzt Dr. Christoph Straub, ein Salär von 249 999,96 Euro aus. Der Arzt Dr. Jens Baas, die Nr. 1 der TK, ist mit 276 450 Euro der GKV-Spitzenverdiener. Die Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Volkswirtin Dr. Doris Pfeiffer, erhält 235 000 Euro. Zwischen 100 000 und 150 000 Euro rangieren viele BKK-Vorstände sowie MDK-Geschäftsführer.


Quelle: Bundesanzeiger