"Jugend trainiert für Olympia" muss bleiben!

Gesundheitspolitik Autor: Pressemitteilung BVKJ

Dusan Kostic - Fotolia

Der Bundestag will die Zuschüsse für "Jugend trainiert für Olympia" streichen. Ganz zum missfallen des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ist empört über die vom Bund geplante Halbierung der Mittel für die traditionellen Schulwettbewerbe "Jugend trainiert für Olympia" und "Jugend trainiert für Paralympics. "Es geht um die verhältnismäßig geringe Summe von 350 000 Euro. Dieses Geld will der Sportausschuss des Deutschen Bundestages sparen und bedroht damit den Fortbestand der traditionellen Veranstaltung, an dem sich seit 1969 jedes Jahr Hunderttausende von Schülerinnen und Schülern beteiligen.


Diese Sparentscheidung ist eine unglaubliche Dummheit angesichts der wachsenden Zahl motorisch gestörter und adipöser Kinder und Jugendlichen in Deutschland," so Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ) heute in Köln.

Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung motivieren

"Kinder und Jugendliche in Deutschland bewegen sich zu wenig. Sportwettbewerbe wie "Jugend trainiert für Olympia" waren immer Leuchttürme, die die Bedeutung des Sports sichtbar gemacht haben. Gerade Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen Familien brauchen solche Leuchttürme, die sie zu mehr Bewegung motivieren. Seit dem letzten Jahr tragen die Behindertsportler ihre Endkämpfe gemeinsam mit den Nichtbehinderten aus. Das ist gelebte Inklusion mit Vorbildcharakter.


Das Aus von "Jugend trainiert für Olympia" können wir als Kinder- und Jugendärzte, die der Prävention und der Inklusion verpflichtet sind, nicht akzeptieren. Es darf nicht sein, dass hier wieder einmal auf Kosten von Kindern und Jugendlichen gespart wird, während gleichzeitig Millionen in die Sportförderung für Berufsathleten fließt."
 
 
Quelle: Pressemitteilung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Berlin, 2014