KBV-Ankündigung: Ab dem 1.7. für EBM-Nr. 03221 zwei Euro mehr

Gesundheitspolitik Autor: Anke Thomas

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Bei den Chronikerpauschalen haben Ärzte in allen KVen im 4. Quartal 2013 Verluste hinnehmen müssen. "Hier gibt es Handlungsbedarf", so KBV-Vorstandsvize Regina Feldmann.

Deshalb kündigte Regina Feldmann auf der KBV-Vertreterversammlung im Vorfeld des Deutschen Ärztetages an, dass das Honorar für die EBM-Nr. 03221 ab dem 1.7.2014 auf 17 Euro angehoben werden. Dem müssen die Kassen noch zustimmen.

Im Vergleich zum Vorjahres­quartal sank der Leistungsbedarf bei den Chronikerpauschalen in IV/13 in allen KVen. Dies gilt insbesondere in Niedersachsen (-14,6 %), in Berlin (-14,3 %) sowie in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils -12,5 %).

Vergleichsweise "gut" schnitten dabei die Ärzte in Brandenburg (-5,5 %), in Nordrhein (-5,3 %) oder Westfalen-Lippe (-4,5 %) ab.

Simulationsberechnungen zeigten andere Ergebnisse

Die damaligen Simulationsberechnungen zum neuen Hausarzt-EBM hätten dieses Problem nicht offenbart, meinte Feldmann.

Da die Chronikerpauschale Nr. 03221 ab dem 1.7. besser honoriert würde und voraussichtlich Ärzte ab dem zweiten Quartal 2014 mehr Gespräche abrechnen würden, sei laut Simulationsberechnungen davon auszugehen, dass in allen KVen positive Ergebnisse erreicht werden würden, so die KBV-Vizechefin weiter.

Für die neu eingeführten geria­trie- und pallitivmedizinischen Leistungen reichte das Geld bei Weitem nicht aus. In zwei KVen lag die Unterfinanzierungsquote sogar bei über 300 Prozent (Saarland 337 %, Meck­lenburg-Vorpommern 307 %), im Gros betrug die Quote in den KVen  zwischen 200 und 260 %.

Hier wird die KBV dringend mit den Kassen verhandeln müssen, damit mehr Geld zur Verfügung steht.