Ohne Risiko keine nennenswerte Rendite

Gesundheitspolitik Autor: Anke Thomas

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Die niedrigen Zinsen machen es Ärzten, die Geld anlegen und keine großen Risiken eingehen möchten, nicht leicht. Wer eine nennenswerte Rendite erzielen will, kann nicht mehr nur auf absolut sichere Investments bauen.

Für Sicherheits-Anleger ist die Welt mit Zinssätzen von unter 0,5 % wenig erquicklich, meint Klaus Niedermeier, Abteilungsleiter Investment Research der Apotheker- und Ärztebank. Und so schnell wird sich daran auch nichts ändern. Wer heutzutage z.B. Geld in Bundesanleihen steckt, hat wegen der niedrigen Zinsen am Ende weniger in der Tasche als zuvor. Grundsätzlich heißt es heutzutage: Ohne ein gewisses Risiko geht nichts mehr.

Je nach Risikobereitschaft stellt die apoBank ihren Kunden drei Musterportfolios zur Verfügung: Ein eher defensiv ausgerichtetes, ein ausgewogen orientiertes oder ein offensives. Ärzte müssen sich entscheiden, welches Maß an Risiko sie einzugehen bereit sind.

Portfolios mit kleinerem oder größerem Aktienanteil

Die in Aussicht gestellte Rendite steht dabei in Relation zur sog. Volatilität. Diese Volatilität gibt an, welche Kursschwankungen nach oben oder unten zu erwarten sind, und ist ein Maß für das Risiko, das Anleger mit dem Investment eingehen. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die zu erwartende Rendite, desto niedriger die Volatilität bzw. das Risiko.

In den Musterportfolios der apoBank sieht das aktuell folgendermaßen aus, wobei es sich hier um berechnete, vorsichtige Schätzungen handelt:

  • defensiv: Rendite knapp 2 bis 3 %, Fonds: maximal 30 % Aktien, geringe Volatilität
     
  • ausgewogen: Rendite ca. 3 bis 4 %, Fonds: maximal 50 % Aktien, mittlere Volatilität
     
  • offensiv: Rendite ca. 4 bis 5 %, Fonds: maximal 80 % Aktien, höhere Volatilität

Die Entscheidung, welches Risiko ein Anleger zu tragen bereit ist, hängt auch von der Frage ab, ob der anzulegende Geldbetrag zu einem bestimmten Zeitpunkt dringend benötigt wird oder ob das Polster so dick ist, dass Kursschwankungen nach unten „ausgesessen“ werden können. Auch das Alter kann eine Rolle spielen, sagt Niedermeier.

Anlagenmix und langer Atem helfen, Verluste auszugleichen

Je jünger ein Anleger, desto eher können Risiken in Kauf genommen werden, da Zeit bleibt, um eventuelle Verluste später wieder aufzufangen. Wer jedoch kurz vor der Rente steht, wird sicherlich vorsichtiger investieren wollen.

Bei der Zusammensetzung eines Depots sollten Anleger darauf achten, dass Wertpapiere möglichst breit gestreut werden. Das geschieht über Beteiligungen in Fonds, Papiere aus unterschiedlichen Regionen und verschiedenen Branchen.
Das trägt auch zur Absicherung bei. Denn wenn es beispielsweise in einer Branche mal schlecht läuft, können Verluste mit den anderen Anlagen aufgefangen werden.

Die Gesundheitsbranche, sagt Niedermeier, ist für Anleger nach wie vor attraktiv. Die apoBank sieht hier in den kommenden Jahren drei Treiber für die Pharmaindus­trie: Bio­similars, Orphan Drugs und bei Onkologika die Immun-Onkologie. Hier können Mediziner in forschende Arzneimittelhersteller investieren, die in diesen Bereichen aktiv sind, oder in größere Generikahersteller, die eigene Biosimilars entwickeln.

Wer in diese Bereiche breit gestreut investieren möchte, kann dies über den MSCI World Health Index tun. In diesem Bereich tritt die apoBank auch als Anbieter eigener Fonds auf.