Zu schnell zum Hausbesuch gefahren? Punkte in Flensburg jetzt noch abbauen

Gesundheitspolitik Autor: Anke Thomas

thinkstock

Ärzte, die Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei angesammelt haben, sollten sich sputen: Denn ab 1. Mai 2014 treten neue Regelungen in Kraft, die auch den Abbau von Punkten betreffen. Mit der Reform wird es schwieriger werden, seine Verkehrsweste wieder reinzuwaschen.

Ab 1. Mai droht nicht mehr wie bisher mit 18 Punkten, sondern schon nach acht Punkten der Entzug des Führerscheins, macht das „Versicherungsjournal“ aufmerksam. Allerdings gibt es für die diversen Verstöße auch deutlich weniger Punkte. Je nach Art des Vergehens kassiert ein Sünder zurzeit maximal sieben Punkte, künftig werden es bis zu drei sein.

Die Grenze, bis zu der ein Eintrag erfolgt, wird heraufgesetzt. Ein Punkteeintrag erfolgt z.B. erst ab einem Verwarnungsgeld von 60 Euro (derzeit: 40 Euro). Das unberechtigte Befahren einer Umweltzone zum Beispiel oder die Beleidigung anderer Verkehrsteilnehmer bleiben so zumindest in Flensburg unbemerkt.

Neue Regelungen machen Punkteabbau schwerer

Altlasten, so der ADAC, werden umgerechnet bzw. Alt-Punkte für Verstöße gestrichen, für die ab Mai auch keine Punkte mehr anfallen (z.B. Umweltzone: minus ein Punkt). Ansonsten wird es ab Mai schwieriger werden, Punkte abzubauen.

Bisher gilt noch: Wer ein etwa 200 Euro teures Aufbauseminar absolviert, kann bis zu einem Stand von acht Punkten vier Punkte abbauen. Bei einem Stand von neun bis 13 Punkten werden jedoch nur zwei Punkte abgezogen. Ist das Sündenkonto bereits mit 14 bis 17 Punkten gefüllt, kann nur noch eine etwa 400 Euro teure verkehrspychologische Beratung helfen (minus zwei Punkte).

Wer künftig beim Stand von ein bis fünf Punkten ein cirka 400 Euro teures Fahreignungsseminar absolviert, bekommt nur einen Strafpunkt erlassen. Seine Verkehrsweste rein zu waschen, ist also derzeit nicht nur einfacher, sondern auch kostengünstiger möglich.