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Neue Evidenz unterstreicht differenzierten Erstlinien-Einsatz langwirksamer Nitrate beim epikardialen Spasmus

Neue Erkenntnisse zur Angina pectoris ohne obstruktive koronare Gefäßerkrankung (ANOCA) verändern das Krankheitsverständnis und das therapeutische Vorgehen grundlegend. Eine im November 2025 im European Heart Journal veröffentlichte multizentrische Studie zeigte erstmals systematisch, dass sich hinter ANOCA acht klar unterscheidbare Endotypen verbergen. Besonders bedeutsam: Rund ein Viertel aller Störungen ist vasospastischer Natur – das unterstreicht die klinische Relevanz dieser Patientengruppe. Für jeden Endotyp wurden auf der Basis eines Delphi-Konsensusverfahrens endotypspezifische Therapieempfehlungen definiert. Dies ermöglicht eine gezielte, mechanismenbasierte Therapie – mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Einsatz langwirksamer Nitrate, wie z. B. PETN (Pentaerythrityltetranitrat, Wirkstoff von Pentalong®).  Mit der neuen Evidenz wird ihr gezielter Einsatz differenzierter eingeordnet und neu positioniert – erstmalig empfohlen in der Erstlinie beim epikardialen Spasmus und klarer Rolle in der Zweitlinie beim mikrovaskulären Spasmus.
 
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