Insulin icodec: Risiken beim Therapiewechsel
Die lange Wirkdauer des einmal wöchentlich zu injizierenden Insulin icodec kann beim Wechsel auf ein tägliches Basalinsulin Probleme bereiten. Das musste ein 88-Jähriger schmerzlich erfahren.
Der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) wurde der Fall eines 88-jährigen Mannes gemeldet, der nach dem Wechsel von Insulin icodec auf Insulin glargin eine schwere Hypoglykämie entwickelt hatte. Der Senior mit langjährigem Typ-2-Diabetes erhielt neben Metformin und Empagliflozin seit Februar 2025 einmal pro Woche 220 Einheiten des Wocheninsulins subkutan, berichtet Dr. Andreas Klinge von der Diabetes Schwerpunktpraxis in Hamburg-Eidelstedt.
Hypoglykämie mit Krampfanfall erforderte Notarztbehandlung
Nachdem das Präparat im März vorübergehend nicht erhältlich war, spritzte ihm seine Frau sieben Tage nach der letzten Insulin-icodec-Injektion am Abend erstmals 30 Einheiten Insulin glargin. Noch in derselben Nacht kam es zu einer schweren Hypoglykämie mit generalisiertem Krampfanfall. Der Notarzt wurde gerufen, anschließend erfolgte eine mehrstündige klinische Überwachung. Bleibende Schäden traten nicht auf, der Mann erholte sich vollständig.
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