eCME-Highlights: Diagnostik und Therapie von periprothetischen Infektionen

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eCME Fortbildung
|Erschienen am: 
|Lesezeit: 2 Min
Mit freundlicher Unterstützung von
Esteve Pharmaceuticals GmbH
Wissenschaftliche Leitung:
Dr. med. Martin Fedder

Diese CME-zertifizierte Fortbildung gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen aus der Praxis zu periprothetischen Infektionen.

Periprothetische Infektionen (PJI) sind nicht nur eine ernste Komplikation der Gelenkersatz-Chirurgie, sondern können jedes Fremdmaterial betreffen, das implantiert wird. Sie führen in den meisten Fällen zu verlängerten Krankenhausaufenthalten, Revisions-Operationen, Arbeitsausfällen und damit auch zu einer erheblichen Mehrbelastung durch direkte und indirekte Kosten. Zur Diagnose und Therapie von periprothetischen Infektionen wurden Algorithmen und Pocket Guides entwickelt, um mögliche Fehler zu vermeiden.

Wenn es während oder nach der Operation zu einer Keimbesiedlung des Implantats kommt, bilden die Bakterien einen Biofilm, der sie vor der körpereigenen Abwehr und vielen Antibiotika schützt. Spätestens 4 Wochen nach dem Eingriff ist der Biofilm so ausgereift, dass das Implantat ausgetauscht werden muss, wenn eine Infektion nachgewiesen wurde. Unabhängig von einer Entscheidung zur chirurgischen Revision wird eine antibiotische Therapie eingeleitet. Falls möglich, sollte die Probeentnahme für die mikrobiologische Diagnostik vor dem Beginn der Antibiotikatherapie erfolgen. Wenn das Testergebnis vorliegt, muss die Auswahl der Antibiotika gegebenenfalls angepasst werden. Eine häufige Fehlerquelle bei der Behandlung von periprothetischen Infektionen ist eine zu kurzfristige Behandlung. 12 Wochen Therapie werden empfohlen. Außerdem ist nicht jedes Antibiotikum geeignet, um die Keime im Biofilm abzutöten. Rifampicin wird in Kombination mit einem weiteren bakterizid wirkenden Antibiotikum eingesetzt, sobald die Wunde trocken und die Drainagen entfernt wurden.

Dr. Martin Fedder ist Arzt und Medizinjournalist und moderiert diese Fortbildung mit Beiträgen von Prof. Andrej Trampuz, der sich mit seinem Team auf die Behandlung von periprothetischen Infektionen spezialisiert hat. Prof. Trampuz arbeitete zum Zeitpunkt der Aufzeichnung an der Charité in Berlin und ist jetzt am Royal Brisbane und Womens Hospital der Queensland University of Technology in Australien tätig. In dieser Fortbildung kommentiert er die häufigsten Fehler bei der Diagnostik und Therapie von periprothetischen Infektionen und gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen aus der Praxis.

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