Coronaimpfstoff für Krebspatienten „Wir wollen über die T-Zellen eine Immunität aufbauen“

Autor: Dr. Judith Besseling/Jochen Schlabing

Welche viralen Peptide sollten in der Impfung enthalten sein? Das ELISpot-Assay gibt Antworten. Welche viralen Peptide sollten in der Impfung enthalten sein? Das ELISpot-Assay gibt Antworten. © iStock/Toshe_O

Sie gehört momentan zu den meistdiskutierten Themen – die Impfung gegen SARS-CoV-2. Etwas weniger laut wird diskutiert, wie es um diejenigen steht, denen das Vakzin keinen guten Schutz bietet: Immungeschwächte, wie Krebspatienten. Um diese besonders gefährdeten Personengruppen effektiv zu schützen, entwickeln Wissenschaftler um Privatdozentin Dr. Juliane Walz, Uniklinikum Tübingen, einen Impfstoff, der insbesondere T-Zellen im Blick hat.

Bisherige SARS-CoV-2-Impfungen sollen bei Krebspatienten nur einen unzureichenden Schutz bieten. Wie wird im Einzelfall kontrolliert, ob ein ausreichender Schutz besteht?

Dr. Juliane Walz: Ein einheitliches Vorgehen gibt es diesbezüglich noch nicht. In unseren Tageskliniken und Ambulanzen bieten wir mittlerweile vor allem den Patienten mit bekanntem Antikörperdefekt eine Antikörpertestung an. Aber für die Immun­antwort spielen natürlich auch T-Zellen eine wichtige Rolle.

Während es viele Labore gibt, die eine Antikörpertes­tung durchführen, kommen für die T-Zell-Analyse bisher nur sehr wenige infrage. Diese Testung wird nicht von der Krankenkasse getragen und ist noch sehr teuer und…

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