Epley-Manöver: Drehen gegen Lagerungsschwindel
Auch in der Hausartzpraxis lässt sich die Lagerungsübung nach Epley durchführen. Einige rasch ausgeführte 90°-Drehungen des Kopfes um verschiedene Achsen sollen dabei die Otolithen aus den Bogengängen hinaus befördern.
An der Studie zur Effektivität des Epley-Manövers nahmen 138 Personen teil. Voraussetzung war ein subjektiver oder objektiver positiver Lagerungsschwindel mit oder ohne Nystagmus. In dem doppelblinden, placebokontrollierten Setting wurde gegen ein Schein-Manöver getestet. Alle Patienten erhielten zusätzlich Betahistin. Die Wissenschaftler untersuchten mittels der Dix-Hallpike-Lagerungsprobe, ob die Patienten auch eine Woche, einen Monat oder ein Jahr nach der Epley-Übung schwindelfrei waren.
Epley-Manöver – So geht‘s
Quelle: Kerber KA et al. Neurology 2012; 79: 376-380
Schon einmal ist besser als keinmal
Es zeigte sich, dass die einmal durchgeführte Lagerungsübung signifikant effektiver war als das Scheinmanöver. Außerdem reduzierte sie bei den Patienten mit zusätzlichem Nystagmus den subjektiv empfundenen Schweregrad des Schwindels.Quelle: Moreno JLB et al. Br J Gen Pract 2018; 69: e52-e60