Lasertherapie bei Feuermal Farbstofflaser bleibt Goldstandard beim Naevus flammeus

Autor: Dr. Susanne Gallus

Gepulste Farbstofflaser überzeugen weiterhin als effektivste Behandlung beim Naevus flammeus. Gepulste Farbstofflaser überzeugen weiterhin als effektivste Behandlung beim Naevus flammeus. © WisChi - stock.adobe.com (Generiert mit KI)

Gepulste Farbstofflaser überzeugen weiterhin als effektivste Behandlung beim Naevus flammeus. Neue Studien zeigen: Kombiverfahren und adjuvante Therapien bleiben ohne zusätzlichem Nutzen.

Derzeitiger Goldstandard bei der Therapie des Naevus flammeus sind gepulste Farbstofflaser (pulsed dye laser, PDL). Das scheint auch so zu bleiben, wie Dr. Kai-Martin Thoms, Klinik für Dermatologie, Buxtehude, berichtete. In einer Metaanalyse hatte man den 595-nm-PDL mit anderen laser- und lichtbasierten Verfahren verglichen.

Kaum eine Therapie schnitt besser ab, fasste Dr. Thoms zusammen. Einen kleinen Vorteil brachten der lang gepulste 532-nm-Nd:YAG-Laser und das Duo aus PDL und Nd:YAG-Laser. Die fotodynamische Therapie – solo in der Auswertung sogar schlechter als keine Behandlung – zeigte in Kombination mit Hämatoporphyrin zwar eine bessere Aufhellung, die Therapie hat aber das höchste Risiko für Nebenwirkungen.

Nur sehr selten bleiben Narben zurück

Zu den Komplikationen des PDL gehören Purpura und Ödeme (je 98 %), die sich aber rasch zurückbilden. Seltener treten Krusten (22 %), Blasen (13 %) und Pigmentstörungen (14 %) auf. Langfristige Narben sind sehr selten (0,2 %).

Trotz mehrerer Sitzungen lässt sich aber auch mit dem Laser keine vollständige Rückbildung erreichen. Als Grund wird eine Neoangiogenese vermutet. Forschende haben daher die Effekte einer adjuvanten topischen Therapie untersucht. Nur Sirolimus (off-label) schien einen Nutzen zu haben. Timolol oder Imiquimod zeigten keine Wirkung. Diese Beobachtung müsste aber weiter untersucht werden, so der Referent. 

Quelle: Dermatologie-Update-Seminar