Typ-1-Diabetes

Therapien bei Typ-1-Diabetes nicht ideal

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Dennoch verfehlte auch von ihnen rund ein Drittel den Zielwert, bei CGM-Usern mit Pen war es fast die Hälfte.

Trotz kontinuierlicher Glukosemessung und automatischer Insulingabe kommt es bei vielen Patienten mit Typ-1-Diabetes zur Hypoglykämie. Das zeigt eine Studie aus den Vereinigten Staaten.

Trotz kontinuierlicher Glukosemessungen (CGM) erreichen Patienten mit Typ-1-Diabetes oft nicht den HbA1c-Zielwert. Das ergab eine Studie aus den USA.

Eingeschlossen waren 2.044 Patienten mit Typ-1-Diabetes. Mittels Fragebogen erfassten die Autoren, ob die Teilnehmer ein CGM-System nutzten, wie die Insulingabe erfolgte (Pen, Pumpe, AID*) und ermittelten folgende Endpunkte:

  •  HbA1c-Wert < 7 %
  •  schwere hypoglykämische Komplikationen innerhalb der letzten 12 Monate
  •  verringerte Hypoglykämie-Wahrnehmung


Die meisten Teilnehmer (1.875 bzw. ca. 92 %) nutzten ein CGM-Gerät. Für die Insulingabe verwendeten ca. 51 % ein AID-System, 31 % eine Insulinpumpe und 18 % einen Pen.

40 % der CGM-Nutzer verpassten das HbA1c-Ziel von < 7%, bei Patienten ohne automatische Messung waren es ca. 64 %. Von den CGM-Nutzern schnitten Teilnehmer mit AID-System am besten ab. Dennoch verfehlte auch von ihnen rund ein Drittel den Zielwert, bei CGM-Usern mit Pen war es fast die Hälfte. 

Rund 20 % aller Teilnehmer hatten mindestens eine schwere hypoglykämische Komplikation erlitten, wobei Patienten mit einem CGM-Gerät seltener betroffen waren: etwa 17 % mit AID-System, 19 % mit Insulinpumpe, 23 % mit Pen und rund 19 % insgesamt (vs. ca. 34 % der Nicht-CGM-Nutzer).

Über eine verringerte Hypoglykämie-Wahrnehmung klagten mehr Patienten aus der CGM-Gruppe (ca. 31 % vs. 26 %). Das könnte daran liegen, dass vor allem Teilnehmern mit einer beeinträchtigten Wahrnehmung ein CGM-System verschrieben worden war, so die Autoren.

* automated insulin delivery

Quelle: Sherr J et al. Diabetes Care 2024; dc231765; DOI: 10.2337/dc23-1765

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