Pieks im Ernstfall nicht mehr nötig Intranasales Adrenalin bei Anaphylaxie zugelassen
Die intranasale Gabe von Adrenalin ist seit Kurzem in Deutschland zur Notfallbehandlung der Anaphylaxie ab einem Körpergewicht von 30 kg zugelassen.
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Das neue Präparat ist einfach anzuwenden, länger haltbar und Spritzen werden nicht mehr benötigt, berichtet Prof. Dr. Martin Wagemann von der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Die Zulassung des Nasensprays basiert auf pharmakokinetischen Daten, die eine vergleichbare Adrenalinaufnahme verglichen mit der intramuskulären Applikation nahelegen. Allerdings fehlen bislang belastbare Wirksamkeitsdaten aus kontrollierten Studien bei Anaphylaxie. Entsprechende Notfallsituationen können kaum prospektiv untersucht werden. Die intranasale Variante der Adrenalinapplikation ist so neu, dass sie noch nicht in den Leitlinien etabliert ist. Dies werde aber bereits von einigen Expertinnen und Experten diskutiert, so der Mediziner.