Ist Terbinafin in der Schwangerschaft sicher?

Autor: Dr. Elke Ruchalla

Generell sollten Nutzen und Risiko jeweils individuell abgewogen werden. Generell sollten Nutzen und Risiko jeweils individuell abgewogen werden. © iStock/Prostock-Studio

Bei Schwangeren mit schweren Pilzinfektionen, wie einer Tinea capitis, kann man mit der Therapie nicht bis nach der Geburt warten. Terbinafin scheint allerdings topisch und systemisch sicher zu sein, wie eine retrospektive Studie zeigt.

Terbinafin gilt als gut verträglich, sowohl als Salbe als auch in Tablettenform. Grund dafür ist v.a. die selektive Wirkung auf Prozesse der mykotischen Zellwandsynthese. Da diese beim Menschen nicht vorkommen, scheinen toxische Wirkungen aus biologischer Sicht unwahrscheinlich, erklären die Dermatologinnen Mary K. Abel und Dr. Jenny E. Murase von der University of California in San Francisco in ihrem Editorial.

Dennoch gibt es bislang kaum Daten zur Sicherheit von Terbinafin während der Gravidität, was Haut­ärzte gelegentlich vor ein Dilemma stellt. Da Studien bei Schwangeren aus ethischen Gründen kaum durchführbar sind, hat sich das Team um Dr. Niklas W. Andersson, Abteilung für…

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