Menschen mit dysfunktionaler Atmung richtig behandeln
Menschen mit dysfunktionaler Atmung richtig behandeln
Der Patient sagt, er kriegt nicht genug Luft, aber strukturell ist alles in Ordnung? Dann sollten Sie an eine Form von dysfunktionaler Atmung denken.
Einer dysfunktionalen Atmung liegt eine Veränderung der biomechanischen Atemtätigkeit zugrunde. Drei wichtige Formen werden unterschieden:
- akute Hyperventilation
- chronische Hyperventilation
- Vocal Cord Dysfunction (VCD)
Gemeinsam ist allen das subjektive Symptom der Dyspnoe.
Beim akuten, in der Regel angstbedingten, Hyperventilationssyndrom können Tachykardie, Unruhe, Parästhesien, Schwindel und ggfs. die Pfötchenstellung dazukommen. Diese Zeichen beruhen zum einen auf der psychischen Komponente, zum anderen auf der respiratorischen Alkalose, schreiben Professor Dr. em. Wolf Axel Langewitz und Professor Dr. Rainer Schaefert von der Psychosomatik am Universitätsspital Basel. Denn die übermäßige Atemfrequenz und -tiefe führt zur Hypokapnie. Bei der chronischen Hyperventilation ist die respiratorische Alkalose metabolisch kompensiert.
Der VCD liegt eine Dysfunktion der Stimmbänder zugrunde, die vor allem durch Stress, körperliche Belastungen, inhalative Reizstoffe, laryngopharyngealen Reflux oder das Postnasal-Drip-Syndrom ausgelöst wird. Vor allem bei der Inspiration zeigen die Stimmbänder dann eine paradoxe Bewegung und nähern sich sehr stark einander an, der Strömungswiderstand steigt.
Als mögliche Zeichen nennen die Autoren inspiratorischen Stridor und ein mehr im Hals als in der Brust lokalisiertes Engegefühl, evtl. begleitet von Husten und Hyperventilation. Eine plötzliche Dyspnoe gepaart mit dem Stridor macht die Betroffenen manchmal zum vermeintlichen Notfall. Tatsächlich liegt keine vita