Behandlungsfehler

Prostatektomie: Auch Spezialkliniken machen Fehler

Erschienen am: 
|
Aktualisiert am:
|Lesezeit: 1 Min
Die Studie gebe erstmals einen Überblick über Outcomes nach Prostatektomie in den 88 beteiligten deutschen Prostatazentren.

Die funktionellen Ergebnisse nach radikaler Prostat­ektomie schwanken zwischen den Kliniken deutlich. Auch zertifizierte Prostatazentren in Deutschland sind offenbar nicht vor mangelnder Qualität gefeit.

Zu diesem Schluss kommen  ­Nora ­Sibert von der Deutschen Krebsgesellschaft ­Berlin und Kollegen nach Analyse von Daten aus der Prostate-Cancer-Outcome-Studie. Im Rahmen der Untersuchung hatten 7.065 Männer ein Jahr nach vollständiger Pros­tatektomie über den EPIC-26*-­Fragebogen Angaben zu ihrer gesundheitheitsbezogenen Lebensqualität gemacht.

In der Auswertung lagen 26 % der Kliniken hinsichtlich der Inkontinenz deutlich unter dem Durchschnitt. Mit Blick auf ob­struktive und irritative Symptome zwölf Monate nach der OP sowie die Sexualfunktion fielen die Unterschiede zwischen den Einrichtungen weniger deutlich aus (1 % bzw. 6 %).

Die Studie gebe erstmals einen Überblick über Outcomes nach Prostatektomie in den 88 beteiligten deutschen Prostatazentren, schreiben Prof. Dr. ­Ahmed ­Magheli vom ­Vivantes ­Klinikum Am Urban in ­Berlin und Kollegen. Ziel müsse es sein, Maßstäbe zu setzen und Kollegen mit schlechteren Operationsergebnissen zu ­unterstützen.

*    Expanded Prostate Cancer Index 
Composite with 26 items
Quellen:
1. Sibert NT et al. World J Urol 2022; 40: 1437-1446; doi: 10.1007/s00345-022-03985-6
2. Magheli A et al. Urologie 2022; 62: 1011-1013; doi: s00120-022-01905-5

Das könnte Sie auch interessieren