Demenzgefahr bei Diabetes

Demenzgefahr variiert je nach Diabetestyp

Stand: 
|
Ursprünglich veröffentlicht am
|Lesezeit: 1 Min
Die Auswertung zeigte, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes in fast allen Bereichen signifikant schlechter abschnitten.

An Typ-1-Diabetes erkrankte Menschen haben im fortgeschrittenen Alter größere kognitive Einschränkungen als Typ-2-Diabetiker und Stoffwechselgesunde. Das ergab eine aktuelle Studie aus den USA.

Die Mehrzahl der Studien zum Demenzrisiko von Menschen mit Diabetes lief bislang mit Typ-2-Diabetikern. Wie groß die Gefahr für Typ-1-Patienten ist, wurde dagegen eher weniger untersucht.

Forscher aus den USA prüften den Zusammenhang anhand von Daten aus der SOLID-Studie. An dieser nahmen 734 Personen mit Typ-1-Dia­betes, 232 mit Typ-2-Diabetes und 247 stoffwechselgesunde Menschen teil. Das Durchschnittsalter betrug 68 Jahre bei ausgewogenem Geschlechterverhältnis. Alle unterzogen sich Tests zu Gesamtkognition, Sprachfähigkeit, Exekutivfunktionen, visuellem und verbalem episodischem Gedächtnis sowie Aufmerksamkeit.

Die Auswertung zeigte, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes in fast allen Bereichen signifikant schlechter abschnitten – sowohl im Vergleich zu Gesunden als auch zu Typ-2-Dia­betikern. Die Forschenden raten deshalb zu einer engmaschigen Überwachung der kognitiven Funktionen von älteren Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes.

Quelle: Lacy ME et al. BMJ Open Diab Res Care 2022; DOI: 10.1136/bmjdrc-2021-002557

Das könnte Sie auch interessieren

Corona: Dicksein, Diabetes und Hochdruck erhöhen Sterblichkeit auch bei Jüngeren
COVID-19
Corona: Dicksein, Diabetes und Hochdruck erhöhen Sterblichkeit auch bei Jüngeren
Inwieweit erhöhen Komorbiditäten wie Adipositas, Diabetes und Bluthochdruck auch für jüngere Patient*innen das Risiko, an COVID-19 zu sterben? Diese Frage war bislang weitgehend ungeklärt. Eine aktuelle Studie*, die auf Daten des europäischen Fallregisters für Patient*innen mit SARS-CoV-2-Infektion (LEOSS1) beruht, zeigt nun: Fettleibigkeit, ein gestörter Glukose­stoffwechsel und Hochdruck sind wesentliche Faktoren, die auch bei jungen Erwachsenen und im mittleren Lebensalter das Mortalitätsrisiko bei COVID-19 steigern.