Abnehmspritze bei OSA

OSA: GLP1-Rezeptoragonisten können CPAP nicht ersetzen

ERS* Congress 2026
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Kommt zur Adipositas eine obstruktive Schlafapnoe hinzu, erhöht sich das Herz-Kreislauf-Risiko.

Inkretinmimetika haben die Therapie der Adipositas und vieler assoziierter Erkrankungen geradezu revolutioniert. Gute Erfolge lassen sich auch bei Patientinnen und Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe erzielen. Allerdings gibt es dafür Bedingungen.

Obstruktive Schlafapnoe (OSA) und Adipositas sind beides Erkrankungen, deren Prävalenz stetig steigt. Aktuell bringt es weltweit fast eine Milliarde Menschen im Alter zwischen 30 und 69 Jahren auf einen Apnoe-Hypo­pnoe-Index (AHI) ≥ 5 und knapp eine halbe Milliarde kommt auf 15 und mehr, berichtete Prof. Dr. ­Silke ­Ryan vom St Vincent’s University Hospital in Dublin. Ebenfalls eine Milliarde Menschen sind derzeit von Übergewicht bzw. Adipositas betroffen, 2050 soll es jeder zweite Mensch sein – das wären 3,8 Milliarden weltweit.

Dass zwischen OSA und Übergewicht bzw. Adipositas eine Assoziation besteht, ist bekannt. Je höher der BMI, umso häufiger und schwerer ist die OSA. Eine Gewichtsabnahme kann Symptome der Schlafapnoe zwar verringern, der Effekt ist aber nicht linear, erklärte Prof. Ryan. Durch eine bariatrische Operation, die das Körpergewicht um mindestens ein Fünftel reduziert, erreichen 65 % der Patientinnen und Patienten eine OSA-Remission.

Wie stark senken Abnehmspritzen den AHI bei obstruktiver Schlafapnoe?

Derartige Gewichtsverluste sind inzwischen auch medikamentös erreichbar. In zwei Parallelstudien (SURMOUNT-OSA) senkte der GIP/GLP1-Rezeptoragonist Tirzepatid bei Patientinnen und Patienten mit mittelschwerer bis schwerer OSA und Adipositas den AHI deutlich stärker als Placebo. Der Erfolg war unabhängig davon, ob die Betroffenen eine nächtliche Überdruckbehandlung mit einer CPAP-Maske nutzten oder nicht. Bei einer Gewichtsabnahme um 20 % sank der AHI um 25–30 Punkte – eine bemerkenswerte Reduktion, meinte Prof. Ryan. Sie betonte aber auch, dass die Mehrheit eine residuelle OSA behält.

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