Kardioinfektiologie

AHA-Update: Diagnostik und Therapie der infektiösen Endokarditis

Aus der Fachliteratur
|
Stand: 
|Lesezeit: 3 Min
Herzchirurgische Eingriffe bei einer infektiösen Endokarditis erfordern präzises Timing und eine multidisziplinäre Koordination. Beides sind zentrale Elemente des aktuellen Statements der American Heart Association.

Die infektiöse Endokarditis bleibt lebensbedrohlich, und die Fallzahlen steigen. Die American Heart Association hat aktuelle Vorschläge zu Diagnostik und Management der Erkrankung veröffentlicht.

Die infektiöse Endokarditis bleibt eine lebensgefährliche Infektion mit hoher Mortalität und langfristigen Risiken für die Überlebenden. Die Inzidenz ist in den vergangenen Jahren gestiegen, die Epidemiologie der Erkrankung hat sich verändert. Der Anstieg der Fallzahlen geht auf intravenösen Drogenkonsum (vor allem in den USA), eine alternde Bevölkerung mit entsprechenden Begleiterkrankungen sowie auf mehr Implantate und bioprothetische Materialien zurück.

Das AHA-Statement: Leitfaden für schwierige Fälle

Die American Heart Association (AHA) hat ein Expertenteam unter Federführung von Prof. Dr. Daniel DeSimone von der Mayo Clinic in Rochester mit einem aktualisierten wissenschaftlichen Statement zur infektiösen Endokarditis beauftragt. Das Papier richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die mit komplexen Fällen konfrontiert sind, die durch die entsprechenden Leitlinienempfehlungen oft nicht abgedeckt sind. Das Autorenteam formuliert dabei lediglich Vorschläge, formale Empfehlungen enthalten die AHA-Statements seit 2015 nicht mehr. Im Folgenden sind einige wichtige Punkte aus der Publikation aufgeführt.

Weitere Beiträge zur infektiösen Endokarditis:

Ein multidisziplinäres Endokarditis-Team ist das zentrale Element in der Patientenbetreuung. Seine Beteiligung geht mit besseren Behandlungsergebnissen einher. Für die Diagnosestellung gelten die Duke/ISCVID*-Kriterien aus dem Jahr 2023, die moderne molekulardiagnostische und bildgebende Verfahren berücksichtigen. Die Kriterien von 2023 sind sensitiver als die von 2000, bei gleicher oder leicht geringerer Spezifität.

 

Herz-Bildgebung für zuverlässige Endokarditis-Diagnosen

Bei Verdacht auf infektiöse Endokarditis bleibt die Echokardiografie die Methode der ersten Wahl. Bei Befall von Prothesenklappen und elektronischen Herzimplantaten wird eine transösophageale Echokardiografie (TEE) auch dann durchgeführt, wenn die transthorakale Untersuchung unauffällig ist. Bei Nativklappen richtet sich die TEE nach Vortestwahrscheinlichkeit und Risikofaktoren. Ist die Echokardiografie nicht eindeutig, hilft die Computertomografie weiter. Sie weist vor allem bei Prothesen-Endokarditis paravalvuläre und periprothetische Komplikationen nach.

Sie wollen den ganzen Inhalt lesen?
Loggen Sie sich ein
Daten werden geladen...

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz und dürfen nur ausgewiesenen Ärzten und medizinischem Fachpersonal zugänglich gemacht werden. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie zu dieser Zielgruppe gehören, würden wir uns freuen, wenn Sie sich für einen kostenlosen Account registrieren würden! Im Anschluss erhalten Sie sofortigen Zugang zu diesem und vielen weiteren, interessanten Inhalten zu medizinisch-wissenschaftlichen Fachthemen! Aktuelle News, spannende Kongressberichte, CME-Fortbildungen und vieles mehr erwarten Sie! Wir freuen uns auf Sie! Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz und dürfen nur ausgewiesenen Ärzten und medizinischem Fachpersonal zugänglich gemacht werden. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie zu dieser Zielgruppe gehören, würden wir uns freuen, wenn Sie sich für einen kostenlosen Account registrieren würden! Im Anschluss erhalten Sie sofortigen Zugang zu diesem und vielen weiteren, interessanten Inhalten zu medizinisch-wissenschaftlichen Fachthemen! Aktuelle News, spannende Kongressberichte, CME-Fortbildungen und vieles mehr erwarten Sie! Wir freuen uns auf Sie!

Bei Google bevorzugen

Sie möchten bei der Suche nach aktuellen Entwicklungen häufiger unsere Beiträge sehen? Dann fügen Sie uns jetzt zu Ihren bevorzugten Quellen hinzu.

Als bevorzugte Quelle auswählen
Wie funktioniert das? Häufige Fragen: Hier erfahren Sie mehr

Das könnte Sie auch interessieren